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Meditieren als Umgangs-, Förder- und Therapiemöglichkeit für die menschliche Interaktion

Meditieren gehört zum Umgang eines Menschen mit sich selbst und mit anderen, der von der inneren Motivation zur Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten und dem unbedingten Anliegen, das eigene Potenzial in Denken, Fühlen und Handeln zum Ausdruck zu bringen, getragen ist. Die häufig anzutreffende Sorgigkeit braucht das Schopenhauersche “Quietiv”: zu sich finden in aller Ruhe, Gelassenheit erleben und daraus neue Kräfte gewinnen.

Siehe dazu Texte aus Siebel “Umgang” 5.Aufl. 2007 z. B. “Relationspotenz”.

Zur Physiologie siehe HIER.

Meditieren ermöglicht es, über Versuch und Irrtum Lernerfahrungen zu machen, dabei aus Fehlern Konsequenzen zu ziehen und, darauf aufbauend, sich mutig neuen Herausforderungen zu stellen, die das eigene Repertoire erweitern helfen und zur Anwendung bringen.

So effiziert Meditieren Regeneration und ermöglicht, aversive Energien aus dem Alltagsleben in adversive umzuwandeln. Dadurch fördert Meditieren die Wahrnehmung und damit Selbständigkeit und Selbstwertgefühl, die Lernfähigkeit und damit Fähigkeiten und Fertigkeiten.

    Meditieren reduziert z. B. dauerhaft das Schmerzempfinden, wie Chrisopher Brown und Anthony Jones (University of Manchester) herausgefunden haben - publiziert in: Pain online 2010; DOI: 10.1016/jpain.2010.04.017 (Quelle: Gehirn und Geist 9/2010, S.10)

Eine Übersicht als PDF (bitte dort runterscrollen) gibt es HIER zu lesen.

Auch beim Meditieren wird Denken koordiniert und Motorik kontrolliert, um sie richtig einzusetzen. Meditieren ist deshalb auch eine hochdifferenzierte, mehrdimensionale Fortbildung. Meditieren hält uns wachsam und versetzt uns in die Lage, auch weniger liebevollen Umgang im Alltag durchhalten zu können und uns “geheime” Energiequellen zu erhalten.

    “Meditation schafft Rennstrecken im Gehirn”
    Weltweit bekannt wurden Studien von Richard Davidson von der Universität von Wisconsin... Die Bilder auf den Monitoren zeigten, dass tiefe Meditation ein Zustand ausserordentlicher Wachsamkeit ist und sich verschiedene Bereiche der Gehirnrinde auch anatomisch verändern. Dadurch wird offenbar die Fähigkeit zur ultraschnellen Kommunikation zwischen Gehirnbereichen verliehen. Die gemessenen Gammawellen waren etwa dreißig Mal so stark wie bei der Kontrollgruppe. Der Effekt war nach einem mehrwöchigen Training erkennbar. Nach dem Motto „Mens sana in Corpore sano“ wirkte die Meditation aber nicht nur erfrischend auf das Denkvermögen sondern verlieh auch einer Grippeschutz-Impfung einen deutlich erhöhten Antikörper-Titer, so das Ergebnis einer Forschergruppe aus dem amerikanischen Massachusetts.
    Quelle: http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/836569&_z=798884
    JanFeb 2006

Alle Menschen werden natürlich mit dem geboren, was sie zum leben, lieben und glücklichsein brauchen. (Fundstellen unten)

Sie sind nach der Geburt angewiesen auf Außenimpulse (Bezugspersonen, atmosphärische und materielle Lebensmittel), die sie im Gehirn verarbeiten, verknüpfen und koordinieren.

Dabei folgen sie der ursprünglichen Motivation, sich weiterentwickeln zu wollen, und dies auf ihre ganz eigene, einzigartige Weise. Der Umgang mit Inhalten der Meditationsübungen induziert Gehirnaktivitäten, so dass Meditationstherapie Einfluss nehmen kann auf den Verlauf pathologischer Phänomene.

Die hier vorgestellte Form des Meditierens wird von mir “Aufdeckende Meditation” (AM) genannt.

Fortsetzung HIER

Fundstellen:

Umgang, 2. Aufl. 1988, S. 79: „Jeder Mensch wird mit allem geboren, was er zum Leben braucht, jedoch nicht mit Wissen über angemessenes Verhalten. Das ist das Geheimnis seiner Freiheit, jedoch auch die sinnvolle Begrenzung zwanghafter Irrtumsfähigkeit. Wäre nämlich solch ein Wissen Bestandteil des genetischen Codes, wäre die Fehlerquote bei der Weitergabe seiner Information immens. ... Das heranwachsende Kind erhält diese Impulse hauptsächlich von seinen Erziehern, im Regelfall von seinen Eltern. “

Noosomatik Band I, 2. Aufl., 1994, S. 3: „Jeder Mensch wird mit allem geboren, was er für die Widerfahrnisse von "leben" braucht, jedoch nicht mit Wissen über angemessenes Verhalten. Das ist ein Geheimnis seiner Freiheit, jedoch auch die sinnvolleBegrenzung zwanghafter Irrtumsfähigkeit. Wäre nämlich solch ein Wissen Bestandteil des genetischen Codes, wäre die Fehlerquote bei der Weitergabe seiner Information immens und womöglich irreversibel. Diese physiologische Wahrheit ist mittlerweile auch von der sogen. Entwicklungspsychologie anerkannt. Das heranwachsende Kind erhält diese Impulse hauptsächlich in und durch Erziehung, im Regelfall geschieht dies durch die Eltern. Sie sind es, die dem Kinde zeigen oder sagen, was es darf, wo es sich zu bewegen habe; was es soll, wohin es sich zu entwickeln habe.“

Noosomatik Band I, 2. Aufl., 1994, S. 360: „Jeder Mensch wird geboren, mit allem, was er zum „leben“ braucht, mit Mut, Hoffnung und Weite (...), mit Liebesfähigkeit und Annahmefähigkeit von „lieben“...

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